Ritter trauern um Horst Gibbert

Kirmesfreund starb am 31. Dezember im Alter von 77 Jahren

Die Ritterrunde des Gevelsberger Kirmesvereins hat ein langjähriges Mitglied verloren: Horst Gibbert starb am letzten Tag des alten Jahres im Alter von 77 Jahren.

Beruflich war Horst Gibbert  fest in der Getränkewirtschaft verankert, zuletzt bei der Schwelmer Brauerei. Dort wurde er vor über einem Jahrzehnt mit einer großen Feier in den Ruhestand verabschiedet  –  doch die „Ruhe“ währte nicht lange.

Schon bald musste er erneut als Repräsentant der Schwelmer Brauerei aktiv werden, nun als Rentner, aber nicht weniger intensiv.

So kam es, dass Horst – 2005 selbst zum Ritter geschlagen – nun seinerseits verdiente Kirmesfreunde in den Ritterstand erhob. 2008 war das Wolfram Hahnebeck, der 31. Ritter. Horst zeichnete für das  Zeremoniell des Ritterschlags am Kirmessamstag in der Brauerei verantwortlich (Foto). Tags zuvor war Horst Gibbert  beim Anblasen der Gevelsberger Kirmes zum Blaukittelträger ernannt worden.

In Schwelm setzte Dacho-Chefin Christiane Sartor 2010 Horst Gibbert  im Beisein der alten Hopfenkönige und der Vertreter der 13 Nachbarschaften die Hopfenkrone auf – er war nun der 26. Hopfenkönig. Der „Förderinitiative Schwelmer Heimatfest e.V.“, die sich als zusätzliches wirtschaftliches und ideelles Standbein für die 13 Nachbarschaften versteht, diente er als Vorsitzender.

Der 2009 verstorbene Dr. Walter Prestel hatte 1983 die Kür der Hopfenkönige ins Leben gerufen und schon 1978 den Ritterschlag – Heinz Fraenz wurde damals als erster von Walter Prestel zum Ritter geschlagen, der diese Würde 1998 dann selbst erhielt.

Horst fehlte selten bei den monatlichen Ritterrunden im Hippendorf. Und als er gesundheitlich noch stabiler war, nahm er auch an den jährlichen Fahrten der Ritter teil. Die führten gelegentlich an die Nordseeküste.

Und wenn dann ein Kirmes- und Heimatfreund von der Ennepe in der einen oder anderen Gaststätte einen „Ossenkämper“ verlangte, holte der Wirt – ohne mit der Wimper zu zucken – die Flasche aus dem Regal. Horst hatte bei Urlauben „stickum“ vorgesorgt . . .

Mit der Familie trauern die Ritter um Horst Gibbert. Die Trauerfeier findet am Freitag, 11. Januar, um 11 Uhr in der Kirche des ev. Friedhofes in Wetter-Volmarstein, Von-der Recke-Straße 14, statt.