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Noch vier Wochen bis die längste Nacht in Gevelsberg erwacht

Freitagabend 19:04 Uhr – 28 Tage bevor die traditionellen drei Böllerschüsse in den Gevelsberger Himmel geschossen werden, fand die letzte Monatsversammlung vom Gevelsberger Kirmes statt. Eröffnet vom 1. Vorsitzenden Markus Loetz, schlüpfte dieser nach seiner Begrüßung prompt in die Rolle eines QVC-Moderators und präsentierte den Anwesenden zwei neue Merchandising-Artikel.

Meine Kirmes – Mein Berg – Meine Stadt

Passend zum diesjährigen Kirmesmotto, so verkündete er, gäbe es ab sofort einen auf 500 Stück limitierten Kirmeshut. Bunt, schräg und cool – bedruckt mit dem Spruch „Wat sall ek dann am Ballermann®, wann ek op dä Kiärmis kann?“ sowie ganz vielen kleinen Riesenrädern. Wer glaubte, dass sich diese Kopfbedeckung aufgrund ihres Themas nur einmalig verwenden ließe, wurde mittels weniger Handgriffe eines Besseren belehrt.

Einfach umgekrempelt präsentierte sich der Hut in einer zweiten Version nämlich als „Hommage an unsere Stadt“, sagte Loetzi. Neutral in Blau, verziert mit dem Hammerschmied und der Aufschrift „Meine Kirmes, mein Berg, meine Stadt – Gevelsberg – Heimat der schrägsten Kirmes in Europa“ ließe sich so „nun auch bei anderen Anlässen“ das Haupthaar gut bedecken.

Zu erwerben ist der Kirmeshut ab sofort für 14,- Euro im Offiziellen Kirmes Fanshop. Dort bekäme man auch das zweite „Sammlerstück“, die sogenannte „Klümkestasche“, rührte der GKV-Vorsitzende die Werbetrommel. Ein farbenfroher Jutebeutel, der nicht nur zum Bonbonsammeln während des Kirmeszugs geeignet sei, in ihm „lassen sich auch die Einkäufe gut transportieren, scherzte Loetz und verriet, dass der Preis für die Tasche bei 5,- Euro liegen würde.

Im Anschluss stellte der Sprecher der Zugleitung, Tobias De Heel, der Versammlung zunächst einmal den neuen Praktikanten Fabian Schäufele vor und verteilte danach an die einzelnen Kirmesgruppen die Unterlagen mit allen relevanten Sicherheitsbestimmungen für den Kirmeszug 2026. Sicherheit war dann auch das Stichwort, welches André Waletzko vom Ordnungsamt ins Spiel brachte. Er informierte darüber, das von Seiten der Stadt wieder alles unternommen würde, damit die Sicherheit der Kirmeszug-Besucher gewährleistet ist.

Waletzko sagte, dass dies mittels Absperrungen, Container und Fahrzeugen geschehe, die dankenswerter Weise von heimischen Firmen und Institutionen bereit gestellt würden. „Wir arbeiten hier Hand in Hand“, sagte er und ließ deutlich werden, dass „wir beim Thema Kirmes eine große Familie sind, eine starke, enge Gemeinschaft“.

Neues Moderations-Duo in der Nirgena Arena

Mit Blick auf den Kirmeszug musste Markus Loetz der Versammlung mitteilen, dass die Moderatoren am Nirgena, Sascha Hilger und Achim Brockhaus, ihre Aufgabe nicht mehr fortführen würden. „Der eine Grund ist bekannt, bei Achim steht indes nach 16 Jahren die wohlverdiente Kirmesrente an.“ Nicht nur als Moderator sondern auch als Sprecher der Ritter für Hopfen und Malz. 16 Jahre seien eine verdammt lange Zeit, betonte Markus Loetz, und rief damit einen anhaltenden Applaus aus. Die Frage, ob es damit nun gar keine Moderation mehr geben würde, konnte Michael Sichelschmidt mit einem „Nein“ beantworten.

In all den Jahren, so sagte er, hätte sich der Standort zur Nirgena-Arena entwickelt, die man nicht einfach schließen könne. Daher hätte er sich bereit erklärt, in diesem Jahr einmalig die dortige Kommentierung des Kirmeszugs zu übernehmen. Dem langjährigen Vorsitzenden des Gevelsberger Kirmesvereins und ehemaligen Hammerschmied Sichelschmidt steht mit Stephan Bolz – er kommt aus den Reihen der KG „Pinass Brumse“ – ein langjähriger Kirmes-Weggefährte zur Seite. Dieser zeigte sich zuversichtlich, im kommenden Jahr dann einen neuen Partner an seiner Seite zu haben, damit man die Zuschauerinnen und Zuschauer am Kirmessonntag gut unterhalten kann.

2. Kirmes Opening – Tickets noch verfügbar

Als Nächstes stand das „Kirmes Opening“ auf der Tagesordnung. Hier konnte Geschäftsführer Dirk Henning verkünden, dass die Halle bereits gut gefüllt sei. „Was sich noch steigern lässt, wenn Ihr am Ende der Versammlung genügend Plakate mitnehmt um bis zum 13. Juni damit die Werbetrommel noch einmal anzukurbeln.“

Zudem fragte er in die Runde, ob zwischenzeitlich ein Interesse bestehen würde, dass die Blaukittelträger beim Opening in ihrer entsprechenden Uniform auftreten sollten. Da man diesbezüglich zu keinem einstimmigen Ergebnis kam, entschied der Vorstand vom Gevelsberger Kirmesverein, diese Anregung mit ins nächste Jahr zu nehmen.

Zu guter Letzt übernahm Loetzi noch kurz die Aufgabe von Jugendwartin Nicole Bölling – sie fehlte aufgrund eines anderen Termins – und verriet schon einmal, dass man dem Kirmesnachwuchs in diesem Jahr eine große Plattform beim Anblasen bieten wolle.„Gemeinsam mit den Standartenträgern wird unsere nächste Generation vor der LKW-Tribüne stehen und sich dem Kirmesvolke präsentieren.“

Die Gevelsberger Kirmes kann kommen, die längste Nacht kann beginnen. Und der große 82. Kirmeszug, so beschrieb es Markus Loetz abschließend, würde auch diesmal wieder mit immensen Teilnehmenden aufwarten. Die Ausstellungsfläche läge bei rund 780 Metern, es würden an die 680 beteiligte Personen geben. Diese setzen sich aus 8 Kinder- und Jugendgruppen, 6 Einzelgängern, 9 Fußgruppen und 7 Frauengruppen zusammen, sowie 18 Wagendarstellungen und 12 Musikgruppen. Eine beachtliche Auflistung die deutlich werden ließ, es wird ein großes Spektakel. Und dazu ließe sich nur eines sagen:

„Wat sall ek dann am Ballermann®, wann ek op dä Kiärmis kann“.

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