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Villa Kunterbunt auf Rädern: Pippi Langstrumpf ist da!

Wenn in Gevelsberg der Kirmeszug durch die Straßen rollt, dann herrscht entlang der Zugstrecke Jubel, Trubel. Heiterkeit. Immer wieder keimt dabei nicht enden wollender Applaus auf, der auch die Kindergruppe vom Börkey aufhorchen lässt. Getreu ihrem Motto „Piraten – wild und frei“ versetzen sie die Leute keinesfalls in Angst und Schrecken, sie bewegen sich mit ihrem „Schiff“ eher ausgelassen, friedlich und stimmungsvoll gen Heimathafen, dem Kirmestor. Eine Reise über´s Meer, die die Mini-Piraten zu echten Helden macht.

Beim Thema Helden, da kommt auch direkt mal die Frauengruppe ins Spiel. Die „Börkeyer Superheldinnen des Alltags“ retten nämlich alles, was keiner sieht. Erinnern sie ein wenig an Wonder-Woman, zeigen sie – ohne zu fliegen aber mit ihren jeweiligen Insignien – welche Kräfte doch eigentlich in einer jeden Frau stecken. Humorvoll stellen sie unter Beweis, dass man trotz Familie, Job, Chaos und weiteren Terminen über reichlich Power verfügt. Ganz so wie Pippi Langstrumpf.

Der Popstar unter den Kinderbuchfiguren hat aber erst einmal mit einem kleinen Problem zu kämpfen, das wohl jeder Kirmesbesucher kennt und dem sich die Fußgruppe angenommen hat. „Pippi auf der Kirmes“ – und sie muss dringend auf´s stille Örtchen. Da der Druck auf ihrer Blase immer größer wird stellt sich ihr die Frage, wo eigentlich das nächste Klo ist. Nach verzweifelter Suche entdeckt, wartet schon das nächste Problem auf Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf – die lange Warteschlange.

Trubel in der Villa Kunterbunt

Pippis Besuch auf der Kirmes – ein Erlebnis, das sie so schnell nicht vergessen wird und von dem sie nun unbedingt auch ihren Freunden, den Nachbarskindern Tommy und Annika, berichten muss. Beide warten sie schon ungeduldig am ersten Wagen, auf dem sie die „Villa Kunterbunt und die starke Pippi“ zu Gesicht bekommen. Das in gelb und rosa gefärbte Haus besticht nicht nur mit seiner Höhe von 5,70 Meter, es sind vor allem auch die rund 650 grünen Dachziegel und liebenswerte Details die  es so einzigartig machen.

Es ist ein Ort, an dem sich Pippi mit ihrem Pferd „Kleiner Onkel“ und ihrem Affen „Herr Nilsson“ heimisch fühlt und wo sie mit ihren Freunden manch Schabernack treibt. Die Erwachsenen hingegen sind sich sicher, dass dieses exzentrische kleine Mädchen mit ihrer wilden Phantasie und ohne elterliche Aufsicht nur Schwierigkeiten verursacht. Daher schauen Fräulein Prysselius, die Prusseliese wie Pippi sie nennt, sowie die dummen Polizisten Kling und Klang immer mal wieder vorbei, um sie in ein Kinderheim mitzunehmen, wo man sich ordentlich um sie kümmert. Ungebetene Gäste in der Villa Kunterbunt sind indes beiden Landstreicher Blom und Donner-Karlsson, die es auf Pippis Koffer mit Goldstücken abgesehen haben. Sie wissen jedoch nicht, dass sie es mit dem stärksten Mädchen der Welt zu tun haben und staunen beim Blick aus dem Fenster nicht schlecht, wie leicht sie doch ihr Pferd in die Höhe stemmen kann.

Mit dem Heißluftballon zur Hoppetosse

Hinter dem Haus steht auch „Der Heißluftballon“, den Pippi irgendwann einmal auf ihrem Speicher gefunden hat und mit dem sie nun, mittels der unsichtbaren Gabel eines Treckers in luftige ein Meter Höhe gen Himmel schwebt. Von oben entdeckt sie die bunte Welt, die ihr bekanntlich ja so gut gefällt. Während ihres Fluges erstreckt sich vor ihren Augen auf einem zweiten Wagen aber auch „Die Hoppetosse und der Limonadenbaum“. Das hölzerne Piratenschiff ihres Vaters, Kapitän Efraim Langstrumpf, berüchtigt als der Schrecken der Meere und König im Taka-Tuka-Land, hat bereits das Segel gesetzt, um kurz vor knapp in See zu stechen. Da die die Freude über das Wiedersehen mit seiner Tochter riesig ist, feiern Kapitän Langstrumpf und seine Mannschaft gemeinsam mit Pippi eine ausgelassene Piratenparty.

Das Beste an der alten Eiche, die von innen so hohl ist, dass man sich prima darin verstecken kann, sind die an ihm wachsenden Limonadenflaschen. Ein echter Hingucker – und sehr umweltfreundlich. Denn wenn man die Flaschen erst einmal ausgetrunken hat, wandern sie keinesfalls in den Müll – laut Pippis Aussage verwelken sie.

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