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Kirmes Merchandising begeistert im Sunshine State Florida

Der Gevelsberger Kirmeshut und die Klümkestasche standen in diesem Jahr bei Kirmesfans ganz hoch im Kurs. Wer ein oder gar beide Artikel besaß, der präsentierte diese auch stolz in der Öffentlichkeit und drückte damit seine persönliche Art von Lokalpatriotismus aus.

Gleiches gilt auch für Annette Schneider, geb. Potthoff. Wann immer sich ihr eine Gelegenheit bietet, trägt sie den wendbaren Kirmeshut und benutzt die bunte Klümkestasche zum Einkaufen. Sie macht dies aber nicht etwa in Gevelsberg, sondern in South Daytona im sonnigen US-Bundesstaat Florida. Seit 2001 lebt die 62-jährige Gevelsbergerin mit ihrem Mann Markus und den beiden Söhnen Florian und Tim in den USA. „Zunächst wohnten wir in Gainesville, wo mein Mann an der dortigen Universität als Professor für Informatik lehrte.“ 2024 zog es die Familie nach South Daytona an den Halifax River und den Atlantischen Ozean, wo man nun den wohlverdienten Ruhestand genießt. 

37 Jahre lang lebte Annette Schneider in Gevelsberg

Der Börkey war ihr Zuhause. Es gibt viele Erinnerungen, die nach all den Jahren immer noch heimatliche Gefühle in ihr wecken und ein wenig Sehnsucht sowie Heimweh aufkommen lassen. „Da hilft es, dass wir mittlerweile jedes Jahr eine längere Zeit in Deutschland verbringen können.“ Zum einen verweilen sie regelmäßig in Gevelsberg, zum anderen aber auch an der Ostsee, wie sie erzählt. 

An der Ostsee leben mittlerweile ihr Bruder Volker Potthoff und ihre Schwägerin Britta Potthoff, geb. Koziallo, deren Vater Thomas Koziallo lange Zeit aktives Mitglied in der Kirmesgruppe „Im Dörnen“ war. Hier traf man sich nun mit Heidrun und Udo Sicks, die gute Freunde von Volker und Britta Potthoff sind. Gemeinsam erlebten alle ein paar schöne Stunden und schwelgten in Erinnerungen an vergangene Kirmeserlebnisse.

Als kleines Andenken gab es zum Abschied den Kirmeshut sowie die Klümkestasche, über die sich Annette Schneider sehr gefreut hat. „Gevelsberg ohne die Kirmes – das geht doch gar nicht“, lässt sie verlauten und ergänzt, dass es unmöglich sei, wenn man in Gevelsberg wohnt und am letzten Juni-Wochenende dann nicht dort hingehen würde. „Das fünftägige Fest ist ein Muss, bei dem man auf alte Freunde und Bekannte trifft und gemeinsam Spaß hat.“ Außerdem würde man etwas verpassen, wenn man sich den Kirmeszug und das Höhenfeuerwerk nicht anschauen würde. Worte, die erkennen lassen, dass man überall zuhause sein kann, aber die Heimat dort bleibt, wo die Wurzeln sind. Die Gevelsberger Kirmes bleibt für Familie Schneider nach wie vor ein Lebensgefühl, welches tief in ihren Herzen verankert ist.   

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