Statt Kritik viel Lob und Dank

Manöverkritik im Rathaus: Alles ist auf gutem Weg

Die Suppe sei noch nicht warm, sagte der Gastgeber der Manöverkritik, Bürgermeister Claus Jacobi, nach der Begrüßung in der Rathauskantine, man habe also Zeit. Er und der Vorsitzende des Kirmesvereins, Michael Sichelschmidt, warteten auf Anregungen, wie man es noch besser machen könnte, und Kritik daran, was sich nicht wiederholen sollte. Beinahe hätten sie vergeblich gewartet. Denn nicht die Kritik stand im Mittelpunkt an diesem Abend, sondern der Dank. An alle, die zu dieser gelungenen Kirmes beigetragen haben, die Aktiven, die vielen Helfer von Polizei, Feuerwehr, DRK, Ordnungsamt und Technischen Betrieben – und nicht zuletzt an die Besucher, denen Claus Jacobi ebenfalls ein „großes Kompliment“ machte. Dank des relativ geringen Glasbruchs werden die Getränke auch bei der Kirmes 2015 wieder aus „echten Gläsern“ munden, mit denen sich ja auch besser anstoßen lässt.

Auch Sichelschmidt lobte das eingespielte Team aller Helfer, adelte den Kirmeszug 2014 als „Granate“, freute sich über Mitgliederzuwachs in den Gruppen und versprach, weiter an der Verminderung des Glasbruchs zu arbeiten. Jacobi fasste zusammen: „Ich habe mich fünf Tage und Nächte pudelwohl auf der Kirmes gefühlt.“ Kritik gab’s nur zögerlich. Stefan Schmidt (KG Berge) war aufgefallen, das die KG Börkey selbst Lücken in die eigene Darstellung gerissen habe – zwischen dem ersten und dem letzten Wagen hätten mancherorts 25 Minuten gelegen. Und: Die Zugleiter sollten bis zur Auflösung des Zugs mitlaufen. „Kritisier mal was an der Stadt“, forderte Claus Jacobi seinen Amtsvorgänger Klaus Solmecke (Präsidium) auf. Der wies auf das unschöne Bild beim Anblasen hin – von der Winkelstraße in den Lindengraben hinein hätten trotz Absperrband noch zu viele Autos gestanden. Es wird nun überlegt, die autofreie Zone zu erweitern. Das war’s dann aber auch schon.

Nachdem es an Kritik nur so gehagelt habe, meinte Jacobi ironisch, gebe es jetzt die inzwischen warme Erbsensuppe. Dazu schmeckten kalte Getränke. In der Runde von Präsidium, Vorstand, Vertretern der Kirmesgruppen, des Bewertungsausschusses und der Helfer fehlte die Feuerwehr – die hatte einen Brandeinsatz und Chef Rüdiger Schäfer Geburtstag. Bleiben noch die ersten Sommerfest-Termine: Börkey 8. bis 10. Mai, Schnellmark vom 22. bis 24. Mai, Mühlenhämmer am 17. und 8. Juli, Lusebrink vom 24. bis 26. Juli.

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