In der Schnellmark geht es musikalisch-bunt zur Sache

Es ist allseits bekannt, dass Vereinen der Nachwuchs ausgeht. Immer weniger Heranwachsende lassen sich für jedwede Art von Traditionen begeistern. Ein Problem, dem es gilt entgegenzuwirken.

Mit der Wahl von Frauke Klimaschewski zur neuen Vorsitzenden und der Aufnahme neuer Mitglieder startete die Kirmesgruppe „Schnellmark“ nun in das Jahr Kirmesjahr 2019 und vollzog damit symbolisch auch gleichzeitig eine Verjüngungskur.

„Wir wollen der jungen Generation zeigen, wie viel Leben in einem Verein steckt und das es einfach Spaß macht als Gemeinschaft zu agieren“, sagte die Nachfolgerin von Andrea Hevendehl.

Wagendarstellung: „Streich“konzert

Eine Aussage, die man nun auch beim diesjährigen Gevelsberger Kirmeszug umsetzen möchte. Die Darstellung der Schnellmärker besticht nicht etwa durch aufwendige Technik oder allerlei Schnickschnack – es ist in erster Linie die Lebendigkeit, die für sich sprechen soll.

Und so sieht man zu Beginn der Zugstrecke zunächst einmal nur ein weißes Häuschen, auf dessen Dach ein Dirigent Platz genommen hat. Nach und nach trudeln nun die festlich gekleideten Streicher ein und beginnen orchestral im Takt zu agieren.

Kurz gesagt: Es beginnt ein „Streich“konzert der besonderen Art, an dessen Ende man beim Kirmestor sagen kann: Ich hab ein Haus, ein kunterbuntes Haus.

Einzelgänger: Rollator-Oma

In Gevelsberg fällt Andrea Hevendehl zweifelsohne immer mal wieder auf. Sie hat nämlich ihre Geh-Hilfe ordentlich getunt und aufgepimpt. Ein 08/15-Rollator kommt ihr nämlich nicht ins Haus.

Kein Wunder, dass ihr Gefährt sogar über einen Grill verfügt und es ihr damit sogar gelingt, für lachende Gesichter bei den Passanten zu sorgen. „Und das ist doch schön so. Man freut sich gemeinsam und kommt so miteinander ins Gespräch“, verriet die Einzelgängerin der Kirmesgruppe „Schnellmark“.

Kindergruppe: Minecraft

In jedem Jahr kann sich der Schnellmark-Nachwuchs sein Thema selbst aussuchen. Dabei kommt es zwar hin und wieder mal zu hitzigen Diskussionen, wie Frauke Klimaschewski erzählte, doch am Ende zeigen sich alle begeistert mit der Wahl.

In diesem Jahr entschied man sich für das Computerspiel Minecraft. Hierbei können die Spieler Konstruktionen aus würfelförmigen Blöcken in einer 3D-Welt bauen.

Diese kann dann erkundet werden, man kann zusätzliche Ressourcen sammeln, gegen Monster kämpfen und die Blöcke – die von der Kindergruppe in einer Lore transportiert werden – zu anderen Gegenständen weiterverarbeiten.

Frauengruppe: Mary Poppins

Schornsteinfeger bringen Glück, so heißt es, und daher greifen viele Menschen beherzt zu, wenn sie einem Schornsteinfeger begegnen. Bevorzugt am Arm, an der Schulter oder an den goldenen Knöpfen seines schwarzen Kollers.

Mit „Schritt und Tritt“ und einer eigens einstudierten Choreographie kommen nun die bekannten englischen Schornsteinfeger aus dem Filmklassiker „Mary Poppins“ von den Dächern Londons herab nach Gevelsberg zum Kirmeszug, um allen Besuchern ein Quäntchen Glück zu spenden. Getreu der Melodie „Chim chimery, chim chimery, Chim Chim Cheri, der Mann auf dem Schornstein, der hat was für Sie.“

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