Eine Runde auf dem Riesenrad auf der Gevelsberger Kirmes

Der Vertrag ist unterzeichnet und auch der Platz steht fest. Damit ist es amtlich: Das Riesenrad ist wieder da. Zumindest in diesem Jahr werden die Gondeln während der Kirmestage wieder über den Dächern der Stadt kreisen.

Bürgermeister Claus Jacobi freut sich über die Zusage des Schaustellers macht aber deutlich: „Das bedeutet nicht, dass es von jetzt an wieder dauerhaft dabei ist.“

Platz an Elberfelder Straße

Ob der Schausteller wieder kommt, hänge davon ab, was er verdient. „Die Gevelsberger haben es selbst in der Hand“, sagt Jacobi. Positiv stimmt den ersten Bürger der Stadt, dass der Schausteller von sich aus auf die Stadt zugekommen sei.

Auf der Voerder Kirmes war er mit seinem Fahrgeschäft dabei, in Haspe auch und jetzt möchte er in Gevelsberg sein Riesenrad aufstellen. Keine Frage, dass die Stadt diesen Wunsch möglich macht. Zumal ein geeigneter Stellplatz zu haben war – auf dem Parkplatz des China-Restaurants an der Elberfelder Straße, dort, wo im vergangenen Jahr das Nostalgie-Karussell kreiste.

Ordnungsamts-Chef Arnim Schäfer erklärt, dass der Betreiber mit dem Ergebnis nicht zufrieden gewesen sei, er zudem hinter der Westfalenschänke nicht gut zu sehen war. Das wird für das Riesenrad sicherlich nicht der Fall sein.

30 Meter ist das Riesenrad hoch und passt so gerade eben auf den Platz, erklärt Schäfer, obwohl es zu den eher kleineren Vertretern seiner Art zählt. Schäfer hofft, dass es sich an dieser Stelle etabliert.

Auch der neue Kirmesvereins-Vorsitzende Markus Loetz freut sich: „Wenn man mal überlegt, dass die oberste Gondel 200 Meter über Normalnull ist, ist das schon eine ganz besondere Sache. Ich wünsche mir für den Betreiber, das jeder Kirmesbesucher auf der schrägsten Kirmes in Europa mindestens einmal mit dem Riesenrad fährt, ich selber werde es auch tun.“ Natürlich gelte das auch für die anderen Fahrgeschäfte, sagt Loetz, der sich auf die Kirmes freut.

30 Meter hoch hinaus

Den traurigen Jahrestag „Zehn Jahre ohne Riesenrad“ müssen die Gevelsberger also nicht begehen. 2009 war es, als der Betreiber den Gevelsbergern überraschenderweise einen Korb gab.

Die frohe Kunde, dass nun ein anderes Riesenrad da sei, verkündete Jacobi während der Jahreshauptversammlung des Kirmesvereins Ende Januar (wir berichteten) – unter großem Applaus. Anbieter ist die Familie Sperlich, die seit dem 18. Jahrhundert den Betrieb in der mittlerweile fünften Generation führt.

Sie kommt aus dem Osten der Republik und wirbt auf ihrer Internetseite mit: „Das ,Wheel of Circus` der Familie Sperlich, unsere einzigartige Familienfahrattraktion mit nostalgischem Charme.“

Text/Foto: Carmen Thomaschewski

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