Ein Märchen aus 1001 Nacht

Ein Märchen aus 1001 Nacht bei dem der Lampengeist erwacht

Die Not war groß, als der französische Orientalist Antoine Galland den syrischen Übersetzer Hanna Diyab traf. Galland hatte zuvor mit den ersten sieben Bänden von „1001 Nacht“ einen enormen Erfolg auf dem französischen Buchmarkt erzielt, indem er ein arabisches Manuskript aus dem 15. Jahrhundert übersetzte, das aber offenbar nur den Beginn eines größeren Werks locker miteinander verbundener Geschichten repräsentierte.

Im März 1709 machte Galland die Bekanntschaft des in Aleppo geborenen, etwa 25-jährigen maronitischen Christen Hanna Diyab, der in Paris lebte. Diyab diktierte ihm insgesamt vierzehn Märchen, die der dankbare Galland bearbeitete und in sein Werk aufnahm – darunter war unter anderem auch „Aladdin und die Wunderlampe“.

Ein Klassiker der Weltliteratur, der 1992 von den Walt Disney-Studios als abendfüllender Zeichentrickfilm auf die große Leinwand gebracht wurde und seit Dezember 2015 sogar als Musical auf der Bühne im Stage Theater Neue Flora in Hamburg zu bestaunen ist.

Wagendarstellung: Aladdin – 1001 Nacht

Diese morgenländische Erzählung wird in diesem Jahr auch beim Gevelsberger Kirmeszug zu bewundern sein. Denn die Kirmesgruppe „Aechter de Biecke“ taucht hinein in die Welt von „1001 Nacht“. Vorneweg entführt der 5,50 Meter große, blaue Flaschengeist Dschinni die Zuschauer in die prunkvolle Stadt Agrabah.

Hier streift der Straßenjunge Aladdin täglich über den Basar, auf dem zahlreiche Händler ihre Ware anbieten, Bauchtänzerinnen sich würdevoll in Szene setzen und ein prächtiger Brunnen Wasser sprudeln lässt.

Eines Tages begegnet er dort einem schönen Mädchen, in das er sich Hals über Kopf verliebt. Es ist Jasmin, die Tochter des Sultans, die sich in Verkleidung aus ihrem goldenen Käfig mit den Zwiebeltürmen geschlichen hat. Doch kaum lernen sie einander besser kennen, bricht auch schon das Unglück über die beiden herein.

Aladdin wird verhaftet und findet sich kurz darauf im Kerker wieder, wo ihm eine zwielichtige Gestalt ein sonderbares Angebot unterbreitet: Er soll eine verborgene Schatzkammer voller Reichtümer in der Wüste suchen und für den Auftraggeber eine alte Öllampe darin finden und zu ihm bringen. Das restliche Gold soll Aladdin gehören.

So begibt er sich voller Hoffnung auf einem Kamel auf die Suche, denn mit diesem Schatz wäre letztendlich auch die Hand der Prinzessin in Reichweite. Wer die Geschichte von Aladdin kennt, der weiß, das man dabei nicht nur farbenprächtige Gewänder, die die Kirmesgruppe selbst genäht hat, bestaunen kann; auch wird es überall funkeln und glitzern.

Und ein fliegender Teppich darf selbstverständlich nicht fehlen. Von daher könnte es gut möglich sein, das ein orientalischer Traum wahr wird und Aladdin mit Jasmin verliebt über den Köpfen der Zuschauer hinweg fliegen.

Einzelgänger: Uschi sorgt für Kirmesnachwuchs

Dreiviertel aller Vereine haben hierzulande Nachwuchsprobleme. Was mitunter für für die Aktiven oftmals deprimierend und frustrierend ist. Auch bei manch einer Gevelsberger Kirmesgruppe bleibt der Nachwuchs aus, da es heutzutage immer schwieriger wird neue Mitglieder zu generieren.

Damit der Kirmesbrauchtum auch zukünftig gelebt werden kann, kümmert sich Uschi Quandt jetzt einfach mal spontan um den Kirmesnachwuchs von Gevelsberg. Wie? Vielleicht hilft ja pressen, wenn die Wehen einsetzen sollten!

Fußgruppe: La mer – das Meer

Etwa 70 Prozent der Erdoberfläche sind von Wasser bedeckt. Muscheln, Bernstein, ein Fossil: Das können Funde eines Strandtages sein. Meerwasser macht gesund, schön und fit und stärkt zudem das Immunsystem.

Für die Fußgruppe der Kirmesgruppe „Aechter de Biecke“ ist es jedes Mal ein Vergnügen und eine Wohltat zugleich, wenn sie in die Fluten springen können. „So sollte es eigentlich sein“, sagte Peter Weinrich. Die Betonung seiner Aussage lag auf dem Wörtchen „sollte“. Doch solch Badespaß wird heutzutage leider viel zu oft getrübt, wie man beim Kirmeszug sehen wird.

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