Kirmesgruppe Ächter de Biecke e.V.

1956 versetzten sich die Ächterbieckschen in die Steinzeit. Vorsitzender Adolf Schlieper thronte auf einem Riesen-Mammut.

1956 versetzten sich die Ächterbieckschen in die Steinzeit. Vorsitzender Adolf Schlieper thronte auf einem Riesen-Mammut.

Ächter de Biecke = „hinter dem Bach“, womit der Krähenberger Bach im Bereich Haßlinghauser Straße/Frielinghausen gemeint ist. Schon vor dem Krieg machten Ächterbiecksche den Kirmeszug mit, so 1938 als „Ächterbiecksche Dickköppe“ und 1939 mit der Darstellung „Domäne Frielinghausen“. Ihr Domizil war die Gaststätte von August Misse

Die offizielle Gründung der Gruppe erfolgte am 12. Februar 1950, rechtzeitig vor dem zweite Nachkriegs-Kirmeszug, auf Initiative von Adolf Schlieper und in Anwesenheit von 20 Kirmesfreunden in der Gaststätte Lind. „Interessengemeinschaft und Kirmesgesellschaft Ächter de Biecke“ lautete die offizielle Bezeichnung. Adolf Schlieper, der 1949 den ersten Nachkriegs-Kirmeszug als Hühnerzüchter mitgemacht hatte, war der Motor und in erster Linie verantwortlich für große Erfolge: 1950 bis 1952 wurde gleich drei Mal hintereinander der Kirmespokal gewonnen, was den Vorsitzenden dazu veranlasste, die Hasslinghauser Straße in „Siegesallee“ umzutaufen.

Zum Bauen gab´s auf der Domäne Frielinghausen, auf dem Bauernhof von Hünninghaus, reichlich Platz. In dessen Scheune wurde 1954 ein Fanfarenzug (Ächterbiecksche Landsknechte) aus der Taufe gehoben, der fortan vor allem als Musikzug „Ächterbiecksche Husaren“ weit über die Grenzen von Gevelsberg hinaus für Furore sorgte. Als sich 1959 bei den Alten Ermüdungserscheinungen bemerkbar machten, sprangen die jungen Musiker in die Bresche und erzielten unter dem Vorsitzenden Karl-Friedrich Trost mit der Darstellung „Max und Moritz – luter Flitzen un Spagitzen“ ebenfalls den Pokalsieg.

Nach dem schönen Erfolg dann die große Enttäuschung, denn in einer Versammlung am 17. Oktober 1959 wurde die Auflösung der Gruppe beschlossen. Da konnte selbst ein „Rat der Weisen“ nichts machen. Glücklicherweise ging´s doch weiter, weil sich wieder Kirmesfreunde fanden, die bereit waren, die Tradition fortzusetzen. In einer Versammlung am 19. November 1960 konstituierte sich die Gruppe neu. Vorsitzende waren nacheinander Dieter Kassel, Volker Rittmann und Paul Weber – lediglich der Kassierer war mit Wendel Lind immer noch der alte.

Im Jahre 1970 übernahm Kurt Wegen den Vorsitz. Am 14. Februar 1975 wurde im Vereinslokal Salloch (Lind) das Silberjubiläum gefeiert. Da legte man sich eine Standarte zu und stiftete für den Kirmeszug, in Erinnerung an den 1971 verstorbenen Gründer, den „Adolf-Schlieper-Gedächtnispokal“.

Text: Fritz Sauer

aechter

Kirmesgruppe Aechter de Biecke e.V.
1. Vorsitzender: Harald Kornowski
Mittelstraße 99
58285 Gevelsberg
Telefon: 02332/3110

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