Beinharte „Mühle-Rocker“ lassen es krachen

Nach ihrer diesjährigen Jahreshauptversammlung hatte es sich die KirmesgruppeMühlenhämmer“ zur Aufgabe gemacht, einige Szenen über das Leben von Werner, der bekannten Comicfigur von Rötger „Brösel“ Feldmann, Realität werden zu lassen.

Doch immer wieder hielt sie der böse König Griesgram fest, da dieser stets unterhalten werden wollte. Zudem hatten auch Tobias Eulenhöfer und seine Gang leider keinerlei Ideen was die Umsetzung betraf. Glücklicherweise kam ihnen jedoch Rumpelstilzchen zu Hilfe. Irgendwie schien ab da alles ein Traum zu sein. Im Laufe der Zeit vermischten sich Traum und Wirklichkeit.

Wagendarstellung: Das muss kesseln

Unzählige Fans mögen die Geschichten des moppedverrückten Nachwuchs-Installateurs Werner, der ständig mit einer Plöpp-Flasche um die Häuser zieht. Der gute, alte Bölkstoff fehlt daher auch in keinem Comic und fließt stets in Strömen.

Beinharte „Mühle-Rocker“ lassen es krachen.

Womit der „Mühle“ schnell klar war, dass es dieses Bier aus der Welt der Fiktion in die Realität schaffen muss und in Übergröße sichtbar sein sollte.

In einer weiteren Szene skizzieren die Kirmesfreunde das Fachgeschäft für „Sanitäre Anlagen, Klima- und Schwimmbadtechnik Röhrich“ sowie die bekannte „Werner – Scheune“.

Beide sind durch eine Straße verbunden, auf der zum Ärger von Werner, irgendein Vollpfosten seinen Wohnwagen mittig geparkt hat. Was zur Folge hat, dass es richtig kesselt und Werner, um seiner Arbeit bei Meister Röhrich nachzugehen, mit samt seiner Höllenmaschine einfach mal durch den Wohnwagen brettert.

Und weil solch ein Stunt tierisch Spaß macht, wird dieser auf dem Rückweg in die heimische Scheune noch einmal vollführt. Man muss sich aber keine Sorgen machen, denn zu Schaden kommt dabei niemand.

Kurz darauf wird nämlich der ca. sechs Meter hohe Werner höchstpersönlich auf seinem legendären Motorrad auf den Straßen Gevelsbergs angefahren kommen. Seine Maschine verfügt nicht nur über den Sound des Originals, sie ertönt regelrecht „Beinhart“ und ist zudem auch noch mit diversen technischen Raffinessen ausgerüstet, die den Auspuff richtig qualmen zu lassen.

Sein Weg führt ihn auf die legendäre Baustelle , bei der alles schief geht, was nur schief gehen kann. Die noch nicht richtig verlegten Wasserleitungen dröppeln fröhlich vor sich hin und auch die elektrischen Leitungen haben so ihre Marotten. All dies bringt die Fachangestellten aber keinesfalls aus der Ruhe. Ganz im Gegenteil – auf einem Gerüst, welches die Baustelle umschließt, machen die verschiedensten Gewerke nämlich erst einmal „Mittach“.

Einzelgänger: Die Knochenmühle bis zum Himmel stinkt, mein Start-up jetzt die Lösung bringt

Solch Arbeitseinstellung dürfte mit Sicherheit auch öfters in der Knochenmühle herrschen. Nach einem Verbot weiterhin Abwässer in den öffentlichen Kanal einzuleiten, die dann auch durch das Gevelsberger Kanalnetz fließen, hatte sich der Gestank von Verwesung zunächst verzogen.

Doch als nun der Frühling sein buntes Gesicht zeigte, da waren auch die Gerüche auf einmal wieder da. Genervt von diesem Thema und der ganzen Diskussion darum, hat Thomas Rummler nun kurzerhand ein „Start-up“-Unternehmen gegründet, welches alternative Lösungsansätze zeigt, um in Zukunft den Gestank zu vermeiden.

„Geruch kann man nur mit Geruch bekämpfen“, so lautet sein Slogan. Ob sich seine Idee an oberster Stelle letztendlich durchsetzen wird, darf bezweifelt werden.

Kindergruppe: Unsere Taktik, weniger Plastik

Ganz anders sieht es da beim Nachwuchs der Kirmesgruppe „Mühlenhämmer“ aus. Die Kids wissen nur all zu gut, dass die Weltmeere immer mehr vermüllen und das viele Produkte in den Supermärkten doppelt- und dreifach verpackt sind.

All dieses führt am Ende dazu, das Plastikmüllberge immer höher werden. Mit ihren künstlerischen, kreativen Ideen zur Vermeidung oder Wiederverwertung von Plastikmüll können sie nun mit Sicherheit weltweit Schule machen.

Den Umweltsündern sei daher gesagt: Wir wollen eine saubere Welt, wir bekämpfen Euch!

Fußgruppe: Springbrunnen

Eine gute Einstellung, die beim Kirmeszug dann auch den „Springbrunnen“ sprudeln lässt. Oder anders ausgedrückt, aus diesem alltäglichen Wort wird eine lebendige Darstellung. Dabei ist der erste Teil des Wortes wörtlich zu nehmen, der zweite Wortteil lässt Rückschlüsse auf das Kostüm zu.

Frauengruppe: Mühle-Weiber mal „Gans“ anders

Auch in 2019 zieht es wieder viele Tausend Besucher zum Gevelsberger Kirmeszug. Sie werden dann nicht nur fasziniert sein vom bunten Treiben, sie werden mit Sicherheit auch staunen, wenn plötzlich ein „Gänsemarsch“ an ihnen vorbei zieht. Tierisch gut aufgelegte Mühlen-Weiber watscheln hinauf zum Kirmestor und machen immer mal wieder Pause um die Aufmerksamkeit der Zuschauer zu genießen.

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