Hammerschmiedwagen so schniekelig wie nie

Der Repräsentationswagen des Gevelsberger Kirmessymbols ist richtig schniekelig geworden. Hammerschmied Bernd Matthäi und seine Freunde haben alles gegeben, damit der Hammerschmiedwagen für die Zuschauer ein Hingucker, für die Mitreisenden so angenehm wie eine Sänfte wird.

Rund 35 Jahre, schätzt Bernd Matthäi, hat der Wagen auf dem Buckel. Da darf das Dach dann durchlässig werden und der Wagen eine Schönheitsbehandlung einfordern.

Peter Krämer, von Beruf Zimmermannmeister, hat für Bernd bei seiner Firma in Hückeswagen vorgesprochen. Die Firma baut in ganz Deutschland Fertighäuser und schien deshalb wie gemacht für das Heim auf Rädern, in dem der Hammerschmied während des Kirmeszugs seine Gäste verwöhnt. Die Fachleute in Hückeswagen planten und frästen das Dach mit Hilfe modernster CNC-Technik. „Wir haben es hier auf dem Bauplatz am Boden zusammengesetzt und dann mit Gabelstapler hochgehoben. Es passte hundertprozentig“, erzählt Bernd Matthäi von dem aufregendsten Moment des Verschönerungsgeschehens. Ein zünftiges Richtfest mit den Sponsoren folgte.

Kennengelernt haben sich der Hammerschmied und der Zimmermannsmeister beim Kölsch im Kölner Straßenkarneval. „Ich habe ihn nach der Zimmermannstracht gefragt, die er trug“, erinnert sich Bernd Matthäi. So haben sie voneinander erfahren, dass beide Freunde der Gevelsberger Kirmes sind, denn Peter Krämer unterstützt schon lange die Kirmesgruppe Dä vam Lusebrink.

Mit der Montage des Daches waren die Arbeit längst nicht abgeschlossen. Es musste verschraubt und gestrichen werden, die Dachschindeln wurden erneuert, die Mechanik für die Regenplane des Wagens vereinfacht. Glücklich ist Bernd Matthäi, dass ein Baustoffhändler aus Haspe die Dachschindeln gesponsert hat. Gesponsert sind auch die beiden neuen Gevelsberger Fahnen, deren leuchtende Farben den Hammerschmiedwagen schon von weitem ankündigen.

Im Innern ist jetzt das WC modernisiert und frauentauglich umgearbeitet. Es kamen neue Sitzbänke auf den Wagen und sogar Polster. Auch hieran hat Peter Krämer erheblichen Anteil, denn er sorgte für die Sitzbänke. Weil der Aufbau des Wagens ebenfalls neu ist, wurde der Wagen auch wieder vom TÜV abgenommen.

Ein dickes Dankeschön des Hammerschmieds gilt der Gevelsberger Stadtsparkasse, die als großzügiger Sponsor die Restaurierungs- und Modernisierungsarbeiten überhaupt erst möglich gemacht hat. Wenn also Hammerschmied Bernd und seine beiden immer herrlich gutgelaunten Adjutantinnen Alexandra und Svenja den Zuschauern in diesem Jahr im Kirmeszug freundlich zuwinken, dann erstmals aus einem sichtlich rundum erneuerten und modernisierten Hammerschmiedwagen. Abschied als Begleiterin des Hammerschmieds nimmt in diesem Jahr Bianca Sudmann. Sie steht am 28. Juni zum letzten Mal im Hammerschmiedwagen.