Manöverkritik zum Kirmeszug: Geänderte Startprozedur richtiger Schritt

„Die veränderte Startprozedur war erfolgreich“, zeigte sich Bürgermeister Claus Jacobi über den gelungenen Verlauf des Kirmeszuges 2018 erfreut. Im Rahmen der alljährlichen Manöverkritik hatte er die Kirmesgruppen in die Kantine des Rathauses eingeladen.

Der scheidende Vorsitzende des Gevelsberger Kirmesvereins, Michael Sichelschmidt, konnte dies nur unterstreichen: „Dadurch, dass die Gruppen nicht wie bisher von ihrem Aufstellungsplatz starteten, sondern zum Start nach vorne aufrückten, wurde ein gleichmäßiger Fluss des Zuges erreicht.“

Auch die Bitte an die verschiedenen Gruppen der Kirmesvereine, ihre Darbietung möglichst in der Vorwärtsbewegung zu präsentieren, funktionierte bis auf wenige Ausnahmen sehr gut. „Der ein oder andere muss das noch etwas verinnerlichen“, so Michael Sichelschmidt. „Aber für die Zukunft haben wir hier den richtigen Ansatz gefunden.“

Großes Lob auch an die Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. Der Notarzteinsatz vor dem Kirmestor auf dem Wagen der Hasper Kirmesfreunde wurde schnell mit der nötigen Ruhe und Professionalität erledigt und dem Patienten schnell geholfen.

Lediglich ein Kritikpunkt

Alles in allem zeigten sich die Anwesenden aus Vorstand, Verwaltung und den Kirmesgruppen mit dem Verlauf der schrägsten Kirmes Europas sehr zufrieden. Bei der abschließenden Fragerunde kam lediglich ein Kritikpunkt zur Sprache. Der Rücktransport der Wagen verlief nach Aussage der Zugführer nur bis zur B7 reibungslos.

Von dort an wurde ein zu hohes Tempo angeschlagen. Die Begleiter, die nicht auf den Wagen mitfahren dürfen, aber für die Sicherheit sorgen sollen, konnten da kaum schritthalten. Immerhin haben sie ja zu diesem Zeitpunkt bereits die gesamte Kirmeszugstrecke in den Knochen.

Darüber hinaus sind bei der Rückführung trotz umfangreicher Absperrungen auf der B7 schon private Pkw unterwegs, die ein Risiko darstellen. „Wir werden dieses Thema aufgreifen und nach Lösungen suchen“, versprach Bürgermeister Claus Jacobi ebenso wie Michael Sichelschmidt.

Etwas verärgert zeigte sich Michael Sichelschmidt über die geringe Teilnahme der Gruppen an dieser Veranstaltung. Einige Kirmesgruppen waren überhaupt nicht vertreten. „Es ist hier eine gute Gelegenheit zum Gedankenaustausch, durch den unsere Kirmes noch besser werden kann“, so Sichelschmidt. „Da sollten alle Gruppen der Einladung des Bürgermeisters auch folgen und nicht durch Abwesenheit auffallen.“