Lusebrinker düsen ins All und erobern den Mars

2016 war für die Kirmesgruppe „Dä vam Lusebrink“ wahrlich kein einfaches und erfreuliches Jahr. Es war ein Jahr, das geprägt war durch persönliche Schicksalsschläge und jenem Augenblick, als man erfuhr, dass Horst Brauer in der Nacht vom 25. auf den 26. Juni im Alter von 86 Jahren verstorben war. Blickt man einmal zurück, auf das was der Kirmesfreund so alles geleistet hat, lässt sich schnell feststellen, die Kirmes, der Kirmeszug, das Traditionelle – es war sein Leben.

Nicht nur das er oftmals als Einzelgänger der Lusebrinker erfolgreich war und die Menschen entlang der Zugstrecke mit seinen Darstellungen begeisterte; auch in der Runde der „Ritter von Hopfen und Malz“, die ihn 1992 offiziell aufnahm, brachte er bei manchen Ausflügen immer wieder spontane und lustige Ideen ein. Nicht zu vergessen sein Engagement im Präsidium des Gevelsberger Kirmesvereins.

Privat war Horst Brauer ein Familienmensch, für den seine Frau Johanna und sein Sohn Alfred „Fredi“ Fiedler, den Johanna damals mit in die Ehe brachte, immer an erster Stelle standen. Umso schmerzvoller war dann auch für die gesamte Familie der Verlust des Familienoberhauptes und für seine „Lusebrinker“ der Abschied eines Grandseigneurs, der bis in die Gegenwart hinein als Kassierer der Kirmesgruppe deren „Kröten“ zusammengehalten hatte und ohne den man sich die Gevelsberger Kirmes kaum vorstellen kann.

„Wir haken das vergangene Jahr nun ab und schauen positiv nach vorne“

„Wir haken das vergangene Jahr nun ab und schauen positiv nach vorne“ sagte Reinhard Hupka, der zweite Vorsitzende der Kirmesgruppe, am 17. März in der von ihm geleiteten Jahreshauptversammlung. Dies war der Tatsache geschuldet, dass Fabian Heinemann in seiner Funktion als Vorsitzender beruflich verhindert war. Was letztlich jedoch keinerlei Auswirkungen hatte, da nämlich keinerlei Neuwahlen auf der Tagesordnung standen. Von daher schaute man auf all jenes, was in 2017 ansteht.

Im vergangenen Jahr lautete das Motto der KG „Dä vam Lusebrink“: „Vie sit dä Zwiärge vam Giewelsbiärge“. Ein überdimensionaler Fliegenpilz inmitten einer grünen Hügellandschaft war der Eyecatcher des Wagens, um den herum dä Zwiärge vam Giewelsbiärge ihr Unwesen trieben.

Oberste Priorität hat dabei natürlich der Wagenbau für den 75. Gevelsberger Kirmeszug. Gleich zwei Wagen sollen die Zuschauer entlang der Zugstrecke in Atem halten und ihnen eindrucksvoll zeigen, wie eine bewegliche Rakete vom Cape Gevelsberg aus die Mannschaft der Lusebrinker zum Mars befördern wird. Nicht etwas die USA, Russland oder China erobern somit als erstes den roten Planeten; es ist die Besatzung um Captain Fabian Heinemann, die nach ihrem Ausstieg aus einem Mondfahrzeug den kleinen Schritt für einen Menschen wagen, der letztendlich jedoch der großen Sprung für die Menschheit sein wird. In Richtung des amerikanischen Präsidenten Donald Trump sei darum auch mal eben kurz gesagt, dass dies keine Fake-News sind.

Selbstverständlich wird die KG „Dä vam Lusebrink“ auch in diesem Jahr wieder beim „Boulevard Gevelsberg“ (26. bis 28. Mai) mit einem Bierstand zugegen sein und vom 28. bis 30. Juli richtet man das beliebte Sommerfest aus. „Wir freuen uns schon jetzt sagen zu können, dass es dabei am Samstagabend Livemusik mit Dieter Jacobs aus Köln geben wird und beim sonntäglichen Kaffeetrinken der Shantychor vom „Dorf am Hagebölling“ gesanglich mit den Besuchern in See stechen wird. Auch in diesem Jahr darf man sich beim Sommerfest der Kirmesfreunde auf den Shantychor vom „Dorf am Hagebölling“ freuen.

Abschließend betonte Reinhard Hupka noch einmal, dass man ein großes Dankeschön all den externen und freiwilligen Helfern aussprechen wolle, die aus den Reihen anderer Kirmesgruppen und vom GKV kamen. „Wenn man Hilfe braucht, gerade als kleinere Kirmesgruppe, bekommt man diese auch“, lobte er den Zusammenhalt der Gevelsberger Kirmesaktiven untereinander.

Text: André Sicks

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