Liebe Grüße aus Indien

Indien ist das größte Land in Südasien und nach China das bevölkerungsmäßig zweitgrößte auf unserem Planeten. Es rühmt sich vor allem damit, gemessen an der Bevölkerungszahl, die größte Demokratie der Welt zu sein. Eine Reise nach Indien bedeutet ein Ausflug in eine märchenhaft schöne, so ganz andere, beeindruckende Welt mit Jahrtausende alter Geschichte und Traditionen macht. Viele verschiedene Völker und Völkergruppen existieren hier in unterschiedliche Religionen nebeneinander. Grandiose Bauwerke, beeindruckende Tempel und Moscheen zeugen zudem von einer Geschichte, die Spuren hinterließ und eine Reise nach Indien unvergessen machen.

Einfach mal raus aus dem Alltagstrott und abtauchen in eine andere Welt. Das dachte sich auch die Kirmesgruppe „Börkey“ und unternahm einfach mal a Passage to India. Oder, um es mit den Worten ihrer Wagendarstellung auszudrücken; sie unternahmen eine Reise VOM BÖRKEY BIS NACH BOLLYWOOD. Gleich zu Beginn dieser Tour begegnete ihnen Shiva, die wohl mächtigste und meistverehrte Gottheit im Hinduismus, Ein Gott des Tanzes und der Feste, aber auch der Meditation und Keuschheit. Übersetzt man den Namen „Shiva“ ins Deutsche, so bedeutet er vielversprechend,. Was sich wenig später im wohl schönsten Bauwerk muslimischer Architektur, dem Taj Mahal zeigte.

Kaum hatte sich die Kuppel des Kronenpalastes, der ab 1631 bis etwa 1648 gebaut wurde, tummelten sich vor den Augen der Börkeyer zahlreiche farbenprächtige Vertreter der vier Kasten (Hierarchie der gesellschaftlichen Gruppen). Priester und Gelehrte, die sogenannten Brahmanen, Kshatrijas (Fürsten, Krieger und Beamte) wie auch Bauern und Kaufleute, die in Indien Vaishyas genannt werden, ließen sich von verschiedenen Gauklern und Musikern unterhalten. „Vom Schlangenbeschwörer bis zum fliegenden Teppich war alles dabei“, berichtete Simone Piorek. Vor allem die wunderbaren Gewänder ließen für die Kirmesfreunde den Traum von 1000 und einer Nacht wahr werden.

Dem gegenüber standen die Slums, wo sich Armut und Elend breitmachten. Die Elendsviertel gelten als die furchtbarsten weltweit. Straßen, Gassen und offenen Kanalisationssysteme der typischen Slums sind nicht nur verdreckt; Krankheiten, chronische Leiden und Kindersterblichkeit sind bis heute gleichbleibend hoch. Und dennoch lassen sich die Menschen dort ihre Lebensfreude nicht nehmen, wie die die Kirmesgruppe erzählte. „Denn wenn die richtige Musik der Schönen und Reichen herüberschallt, dann tanzten sie ausgelassen und fröhlich.“ Davon angezogen wurde zur Freude aller auch der über die Grenzen Indiens hinaus bekannte Ranshid nebst seiner Kuh Benita.

In Indien wird die Kuh als Mutter von Millionen Menschen angesehen, Was daran liegt, dass das Tier in der Mythologie ihre Heiligkeit dem Gott Krishna zu verdanken hat. Nach seiner Geburt wurde dieser nämlich zum Schutz vor einer drohenden Ermordung in die Obhut einer Hirtenfamilie gegeben, wo er viel Zeit mit den Tieren verbrachte. Anlässlich eines großen Umzuges, an dem die Truppe um Ralf Gerke bei ihrer Reise teilnahm, erfreute man sich besonders an dem prall, mit Wein gefülltes, Euter des heiligen Tieres.

Bei einem Blick in die Glaskugel eines indischen Wahrsagers erfuhren die Mitglieder der Börkeyer Fußgruppe, dass sich die Ursprungsbesetzung des Musicals BÖRKEY EXPRESS zum 100. Kirmeszug im Jahre 2042 wiedertrifft, um noch einmal das rasante Rennen zwischen der Dampflok und der E-Lok aufleben zu lassen. Gleichzeitig sagte der weise Mann voraus, dass Einzelgänger Kevin Janschulte seine sportliche Karriere als Erfolgstorwart der deutschen Handball-Nationalmannschaft Ende Juni an den Nagel hängen wird, da man ihm einen besser bezahlten Job innerhalb der Transportbranche anbieten wird. Getreu dem Motto: DEM TRANSPORTÖR IS NIX ZU SCHWÖR…

Was die Kirmesgruppe abschließend jedoch erstaunte, war die Tatsache, dass ihre Kindergruppe zum 75. Gevelsberger Krmeszug um Jahre gealtert sein wird. Ist die Zukunft des Brauchtums etwa in Gefahr? Keinesfalls, denn AUCH MIT GRAUEM HAAR, FEIERN WIR KIRMESZUG, WIE JEDES JAHR.

Um ihre Eindrücke von der Indien-Reise naturgetreu dem Publikum beim 75. Gevelsberger Kirmeszug zu präsentieren, wurden nicht nur die Kuppeln des Taj Mahal nachgebaut, auch die Heilige Kuh, das Symboltier im Hinduismus wird ihren Weg zum Kirmestor antreten.

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