Kirmesmotto 2014: "Ramba, Zamba, Kiärmis ham wa"

Unsere Kirmesgruppen

Die Kirmesgruppen sind es vor allem, die unseren Gevelsberger Kirmeszug mit ihren Wagendarstellungen, spokenden Fußgruppen und Einzelgängern gestalten. Nach wie vor entfalten sie da großen Einfallsreichtum und verbreiten mit ihrem Spok jenen urwüchsigen und geistvollen Humor, mit dem schon die Väter des Kirmeszuges bei der Gründung im Jahr 1934 Zeichen setzten. Kirmesgruppen existieren in fast allen Stadtteilen.

 

Mal waren es mehr, mal weniger - nachdem sich die Kirmesgruppe "Haufer Jungen" Ende 2010 aufgelöst hat - sind es in alphabetischer Reihenfolge 12 Gevelsberger Kirmesgruppen:

 

Ächter de Biecke, Berge, Börkey, Dä vam Lusebrink, Dä van dä Schnellmark, Fidele Vogelsanger, Im Dörnen, Hippendorf, Mühlenhämmer, Pinass Brumse, Vie ut Asbi´eck, Vie vam Kopp

 

Die meisten blicken auf eine jahrzehntelange Tradition zurück. Freilich sind sie nicht nur zur Kirmeszeit aktiv, sondern auch in den Monaten dazwischen wird der Zusammenhalt gefestigt. So werden Picknicks veranstaltet, damit für die Kirmeszug-Darstellungen Geld in die Kassen kommt, man trifft sich zu geselligen Abenden, unternimmt Wanderungen oder Ausflüge, feiert Feste oder frönt dem Karneval.

 

Die Namen der Gruppen machen deutlich, welche Stadtteile sie repräsentieren. Lediglich die älteste Kirmesgesellschaft, Pinass Brumse, macht da eine Ausnahme. Freilich muss man wissen, dass die plattdeutsche Bezeichnung "Ächter de Biecke" Hochdeutsch mit "Hinter dem Bach" zu übersetzen ist.

 

Natürlich steht man im Kirmeszug im Wettbewerb vor allem um den Kirmespokal, jedoch "feindliches" Konkurrenzdenken bleibt aussen vor. Alle miteinander oder untereinander sind die Kirmesaktiven Freunde. So war es schon immer, so wird es auch bleiben. Gemeinsames Ziel ist es, Zehntausenden von Zuschauern aus Nah und Fern in jedem Jahr einen tollen Kirmeszug zu bieten und ihnen Freude zu bereiten. Und wenn es in unserem vom materiellen Denken geprägten Zeitalter selten geworden ist, etwas "umsonst" zu tun, so sind die Kirmesaktiven Idealisten geblieben. Sie opfern unzählige Stunden ihrer Freizeit, werken an Sonn- und Feiertagen auf den Bauplätzen, ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, die Hand offen zu halten oder zu fragen: Was gibt´s dafür? Dafür gebührt allen besondere Anerkennung und ein herzliches Dankeschön. Erfreulich, dass sich dieses Denken vom Vater auf den Sohn und Enkel vererbt hat. Ebenso erfreulich, dass sich immer mehr Mädchen und Frauen in das aktive Kirmesgeschehen einreihen.