Gevelsberger Kirmesfahnen gehen jetzt in den Verkauf

Nach grobem Produktionsfehler hat die zweite Charge nun alle Härtetests bestanden und kann ab sofort in Gevelsberg gekauft werden. Dag Zimmeremann will im zweiten Anlauf nichts mehr dem Zufall überlassen und tritt auf’s Gaspedal. Die Tachonadel passiert die 100 km/h, während die Fahne am Autofenster immer heftiger im Wind flattert. Zurück zu Hause nimmt er das gute Stück ganz genau unter die Lupe. Aufatmen: Es hat den Belastungen Stand gehalten. Ab sofort geht die Autofahne, die für die Gevelsberger wirbt, mit zweiwöchiger Verzögerung in den Verkauf.

500 alte Fahnen für Kirmesgruppen

„Was lange währt, wird endlich gut“, sagt Zimmermann und spielt damit auf die erste Charge der Fahnen an, die einen derartig gravierenden Produktionsfehler aufwiesen, dass er sie nicht ruhigen Gewissens in den Verkauf geben wollte. Denn: Ab einer Geschwindigkeit von etwa 50 Stundenkilometern verzog sich das Gewebe so sehr, dass das Motiv vollkommen verzerrt war. Außerdem fransten die Ecken aus. „Der Hersteller hat dies auf seine Kappe genommen“, erzählt Dag Zimmermann. Die 500 unbrauchbaren Fahnen stellt er den Kirmesgruppen zur Verfügung. „So lange sie nicht stärkerem Fahrtwind ausgesetzt sind, bieten sie ja trotzdem eine tolle Möglichkeit, Werbung für die Kirmes zu machen.“

Die Fahnen gibt es ab sofort zum Preis von sechs Euro an folgenden Verkaufsstellen: „Hanne’s Schreibwaren“, Mittelstraße 61; Intersport Rehschop, Mittelstraße 15; „Das Schlüsselhaus“, Wittener Straße 4; Tabak-Lotto Krüger, Mittelstraße 43 und Hagener Straße 201; Iris Kantine, Hagener Straße 412; Blumen Graefer, Wittener Straße 122; Getränke Rehfeld, An der Drehbank 6 sowie natürlich beim Fliesenhandel Zimmermann, Hagener Straße 100.

Nachfrage bereits jetzt riesig

Von dem Erlös fließt jeder Cent an den Gevelsberger Kirmesverein, der das Geld zu gleichen Teilen an die Kirmesgruppen ausschüttet. Über Sponsoren war es Dag Zimmermann gelungen, die kompletten Kosten für die Herstellung der Fahnen zu decken, so dass neben dem Werbeeffekt auch noch etwas Geld in die Kassen der Kirmesaktiven fließt.

Gern hätte Dag Zimmermann die Fahnen früher herausgegeben, doch sie hingen nach ihrer Produktion in China noch vier Tage lang im Zoll fest. Zudem mussten er und seine Helfer alle alten Fahnen zunächst von den Haltern nehmen und die neuen aufziehen. Auch das hat ein wenig Zeit gekostet. „Der neue Stoff fühlt sich schon deutlich wertiger an“, sagt er. Zudem, auch das habe der Belastungstest gezeigt, seien sie deutlich leiser, wenn sie am Fenster im Wind flattern als die Fahnen der ersten Charge.

Neuauflage sehr wahrscheinlich

Kirmesvereinsvorsitzender Michael Sichelschmidt war zunächst skeptisch, ob die Autofahnen wirklich Anklang finden, ist inzwischen aber auch von deren Erfolg überzeugt. Dies kann Dag Zimmermann nur bestätigen: „Nachdem bekannt wurde, dass wir solche Fahnen anbieten wollen sind sowohl bei uns als auch an den Verkaufsstellen etliche Reservierungen eingegangen.“ Es sei davon auszugehen, dass die 500 Fahnen die Nachfrage in diesem Jahr nicht befriedigen können. „Wenn sich die vielen Anfragen auch in verkauften Stückzahlen bestätigen, gehe ich davon aus, dass die Fahne mindestens im kommenden Jahr noch einmal aufgelegt wird“, sagte Michael Sichelschmidt bereits bei der ersten Vorstellung vor zwei Wochen. Gewissheit wird es dazu in wenigen Tagen geben.

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