Damals in einem Schiff, heute fährt die Brumse im Wohnmobil zur Kirmes mit

Blickt man zurück in die Vergangenheit, so ist historisch belegt, dass „Pinass Brumse“ nicht nur die älteste Kirmesgruppe ist, ihre Gründer waren ab 1934 zugleich auch die Macher des Gevelsberger Kirmeszuges. Ihre damalige Darstellung eines Schiffes war für Gevelsberg nicht nur einzigartig, es war etwas Besonderes. Und mit Günther Gedat als „Kapitän Ingenol“ wurde der einstige Schriftleiter der „Gevelsberger Zeitung“ für viele sogar zu einer Art Symbolfigur.

2017 sieht es da schon anders aus: Der berühmte Kapitän hat das Ruder längst aus der Hand gegeben und nun lenkt mit Andreas Kalin, dem bis dato jüngsten Ritter von Hopfen und Malz, die muntere Truppe durch das Kirmesgeschehen. Es sind auch nicht mehr die Wellen der Meere die „Pinass Brumse“ zur Kirmes hinauf tragen; es ist der Asphalt der Straßen, der sie mit ihrer diesjährigen Wagendarstellung, dem BRUMSE-WOHNMOBIL zum Kirmestor führt.

Auch wenn eine Seefahrt immer mal wieder lustig ist, im 21. Jahrhundert kann der Trip im fahrenden Haushalt beileibe spaßig sein. Nicht an einen festen Wohnsitz gebunden zu sein, jeden Tag an einem anderen Ort aufzuwachen – das Leben im Wohnmobil bietet zahlreiche Reize und lässt zudem auch noch viele nervige Bestandteile des Alltags wegfallen: Natürlich gibt es beim Leben im Wohnmobil auch weniger schöne Seiten.

Das Leben im Wohnmobil

Der Raum ist oftmals beengt, sodass man sich mit seinen „Mitbewohnern“ wirklich gut verstehen sollte. Was auf die Brumse-Camper selbstverständlich zutrifft. Schon im Heranfahren wird der Zuschauer phantasievolle Unterschiede erkennen, die auf Anhieb begeistern werden. Im nächsten Augenblick dann, wie von Geisterhand ausgeführt, gewährt man, den Besuchern einen atemberaubenden Blick ins Innere des Wohnmobils. Dort ist natürlich alles enthalten, was solch ein Gefährt zu bieten hat, doch das Alltägliche wie es sich in der Regel on the Road abspielt wird in überspitzter Form dargestellt. „Wir sind gespannt, wie die Reaktionen der Zuschauer sind, wenn sie uns in Action erleben“, sagte Olaf Bolte abschließend.

Elefant 3.0

Für die Darstellung der Fußgruppe anlässlich des diesjährigen Jubiläumszuges hatte die KG „Pinass Brumse“ im Vorfeld noch einmal tief in ihren Geschichtsbüchern geblättert. Dabei stellte man fest, dass nicht nur besagter „Kapitän Ingenol“ und seine Mannschaft während der Anfangszeit für Aufsehen sorgten, es war auch ein lebensgroßer nachgebauter Elefant, der 1939 für staunende Blicke sorgte. 16 Jahre später (1952) brachte man es dann sogar fertig, ein echtes Rüsseltier über die Hagener- und Mittelstraße marschieren zu lassen.

Was einzig und allein Zirkus Hagenbeck zu verdanken war, den die Kirmesgruppe eigens für eine Mitwirkung am Zug gewinnen konnte. „Irgendwie bildet der Elefant einen roten Faden in unserer Geschichte.“ Darum entschied man sich auch direkt dieses tierische Thema noch einmal aufzugreifen – modern und innovativ. Es präsentiert sich der ELEFANT 3.0, dem durch dutzende Brumsehände Leben eingehaucht wird und somit dem Zuschauer entlang der Zugstrecke eine völlig neue optische Interpretation beschert.

Stehen Kinder oder Jugendliche vor wichtigen Prüfungen, dann kann man sich zweifelsfrei vorstellen, welch Nervosität in ihnen steckt. Nicht anders ist es auch bei den Brumse-Kids. Sie absolvieren die ABSCHLUSSPRÜFUNG an der ZAUBER- UND HEXENSCHULE und müssen dabei in einer ersten Prüfungsaufgabe ihre Mitschüler mit einem schlauen Zauberspruch belegen, der sie dann in einen unheimlichen Zaubertunnel zieht. Was am Ende des „magischen Momentes“ dabei herauskommt, ist eine riesengroße Überraschung.

Doch schaffen die Kids auch ihre zweite Prüfung und verwandeln ihre Mitschüler wieder zurück? All dies geschieht nicht nur unter den Augen der Kirmeszugbesucher, es geschieht vor allem unter den wachsamen Augen der strengen Lehrer. Sie sind es letztendlich dann auch, die die Schulnoten vergeben und darüber entscheiden, ob die Abschlussprüfung bestanden ist.

Es ist zwar noch einiges zu tun, bis das BRUMSE-WOHNMOBIL in voller Pracht erstrahlt und on Road gehen kann, aber echten Campern wie Holger Reichelt, Stefan Remmel und Björn Fox sei auch mal ein kleines Päuschen gegönnt. Man ist schließlich zum Arbeiten zu alt, zum Sterben zu jung aber zum Reisen immer topfit.

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